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Baubericht robbe/Align T-REX 500 EFL Pro


Wie seine großen und kleinen Brüder wurde auch der T-Rex 500 von Align überarbeitet und wird aktuell von robbe in der Pro Version ausgeliefert. Für die Rotor-Live, der Helimesse im März in Iffezheim habe ich eine aktuelle Supercombo zum Aufbauen bekommen um ihn dort zu zeigen. Die Neuerungen und die wichtigsten Schritte habe ich für euch festgehalten.

Der Hubschrauber:
Der T-Rex 500EFL Pro hat einen Rotordurchmesser von 978mm und wird elektrisch durch 6s 3000mAh Akkus betrieben. Die Neuerungen zum bisherigen 500er sind:

  • neuer FBL-Kopf mit geschraubten Anlenkungen
  • stabilere Carbon-Composite Seitenteile und verbesserte Akkuauflage
  • eingelassene Empfänger- und FBL-Platformen
  • Carbonanlenkung und komplett überarbeitetes Heckgetriebe
  • elegante, aerodynamischer gestaltete Kabinenhaube in der neuen Lackierung
  • schrägverzahnter Hauptantrieb
  • überarbeitetes FBL-System 3GX

Der Aufbau
Wie auch bei den anderen T-REX-Modellen fasziniert bereits die professionelle und effektive Verpackung. Align-typisch geht der Aufbau einfach und schnell, die Bauschritte sind bebildert und die Hauptkomponenten wie Kopf und Heck sind lose vormontiert. Diesen Trend finde ich sehr gut, so ist jeder Pilot selbst verantwortlich für die richtige Montage der wichtigsten Heli-Komponenten. Da die Anleitung keine Fragen und Wünsche offen lässt, werde ich nur zu den von mir gegenüber dem Standard veränderten Dingen etwas schreiben. Nur eine Kleinigkeit: Die Passgenaugigkeit der Bauteile ist hervorragend und das Vibrationsniveau ist durch Elektroantrieb und Schrägverzahnung sehr gering. Dennoch verwende ich viel Sorgfalt auf die Schraubensicherung. Ich bade die Metallteile bzw. deren Gewinde vor dem Verschrauben in Spiritus um fettfreie Gewinde zu erhalten und sichere alle Schrauben mit Loctite. Zwischen dem hinteren Kufenbügel und der Bodenplatte des Chassis habe ich eine kleine Platte mit 2-3mm Dicke gefertigt. Diese kleine Laubsägearbeit bringt das Hinterteil ein wenig nach oben, was dem Heli einen sportlichen Touch auf der Vitrine verleiht. Manch ein Modellfliegerkollege erklärt diese Maßnahmen mit der höheren Bodenfreiheit des Heckrotors - ich bezweifle hier aber einen spürbaren Effekt :-)
Die Elektrik
An Taumelscheibe und Heck verwende ich die DS510M/DS520 in der Midi-Größe aus der Supercombo. Die Servokabel überziehe ich mit einem Schutzstrumpf, den es im Hifi-Zubehörbereich zu kaufen gibt. Auch diese Maßnahme hat eigentlich keine technische Notwendigkeit, aber ich finde es sieht super aus. Außerdem kann man die Kabel so falten, daß die Längen perfekt bis zum FBL-System reichen und nirgends an den rotierenden Teilen des Helis streifen.
Der beiliegende Regler passt gut an seine vorbestimmte Position unter der Akku-Rutsche. Die Align-Konstrukteure haben dort sogar eine Aussparung für den Kabelbinder gelassen. Ich habe dem Regler mittels kleiner Abstandshalter einen etwas vergrößerten Abstand gegönnt. Damit passen die Klettbänder zur Akku-Fixierung prima durch die Schlitze der kunststoffumspritzten Carbon-Seitenteile und der Regler wird gut hinterlüftet. Damit die Kabel oben nicht unkontrolliert ins Innere des Chassis baumeln und das Streifen am Ritzel des Motors verhindert wird, habe ich einen Schaumstoffklotz eingeklebt. Dieser führt die Kabel sauber aus dem Chassis.
Die Rigid-Stabilisierung übernimmt ein HeliCommand HC3Xbase. Die Zuverlässigkeit und Präzision dieser FBL-Systeme ist einfach spitze. Das HC habe ich unten auf die Bodenplatte geklebt. Es passt gerade noch so in das sehr schmale Chassis. Da das HC komplett über das mitgelieferte USB Interface programmiert wird, bietet sich dieser Einbauort an, man braucht nicht an irgendwelche Knöpfe oder Potis zu gelangen. Durch den Einbau im Chassis ist das System geschützt und die Kabel der Servos kann ich nahezu unsichtbar im Innern des Helis verlegen. Den kleinen aber vollwertigen S.BUS Empfänger bekommt den Plattformplatz unterhalb des Heckservos. Die S.BUS-Technologie habe ich inzwischen in allen meinen neueren Helis und bin restlos begeistert. Lediglich ein Kabel verbindet den Empfänger mit dem Helicommand, welches quasi die Steuerzentrale des Hubschraubers bildet.
Die Energieversorgung
wird von einem Roxxy ZZ 6S 3000 45C übernommen. Diese Zellen haben eine sehr konstante Spannungslage und versorgen als 12S auch meinen T-REX 600EFL Pro. Die Akkus haben gleich einen BID-Chip mit dabei, eine tolle Sache! Um dem Funkenschlag beim Anstecken zu minimieren, hat der Regler einen Vorwiderstand bekommen. Daran werden die Bord-Elkos des Reglers sanft geladen bevor die 4mm Goldstecker der Akkus angesteckt werden. Das schont die Goldstecker und die Nerven :-)
Das Setup
ESC:
Bremse aus, Mittleres Timing, mittlere Entladerate, Hubschrauber 1 (Soft-Start), Schnell (Quick), 6.0V
Sender:
Da ich den ESC im Stellermodus fliege, habe ich eine V-Kurve mit 90-80-90 belegt. Mittels 2 Mischer wird der Gaskurve 15% für Roll und Nick überlagert. Die Servowege stehen alle 120%, kein Expo auf Taumelscheibe, 30% Expo auf dem Heck.
HC3Xbase:
Heckkreisel Heading Empf. 50%, Kopfkreisel 50%
Mischer: Servowege für Roll und Nick: 63, Pitch-Weg: 55
RIGID: Direktsteueranteil: 2, Nick-Filter: 4
Mein Fazit
Die überarbeitete Version des tausend fach bewährten T-REX 500 ist ein hervorragender Hubschrauber. Die Konstruktion ist in jedem Detail perfekt und in Verbindung mit dem Helicommand erhält man ein Sportgerät was keine Wünsche an Verbesserungen übrig lässt. Carbon Composite Bauteile, Schrägverzahnung, edle Aluteile, Starrantrieb und 6S Akku sind Merkmale die sonst nur in deutlich größeren Hubschraubern zu finden sind! Der mitgelieferte Motor der Combo entwickelt eine enorme Leistung und zerrt den Hubschrauber brachial in den Himmel. Wendigkeit und Agilität sind mit dem T-Rex 450 vergleichbar, die Flugpräzision hingegen deutlich besser. Durch sein enormes Leistungsgewicht kann man mit ihm super auf engem Raum ballern, die Beschleunigungswerte sind hier einfach unglaublich und zeigen mit Pitchwerten von 13° und einer beeindruckenden Drehzahl dem Piloten die Grenzen seiner Reaktionsfähigkeit. Dank seinem Rotordurchmesser von fast einem Meter steht der T-Rex 500 EFL Prog aber auch lammfrom in der Luft und lässt sich gut großräumig fliegen. Das Helicommand HC3Xbase vermittelt auch an diesem Hubschrauber ein sehr präzises Steuergefühl und lässt den Heli auf alle Achsen knackig einrasten. Michael hat den zweiten Flug mit der Digi-Cam festgehalten - vielen Dank dafür!
Euer Joshua

Flugmodell Club FMC Renchtal e.V.