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Baubericht robbe/Align T-Rex 700E DFC


Der T-Rex 700E ist in der 90er Klasse vermutlich der beliebteste und am weitesten verbreitete Hubschrauber. DFC steht für Direct Flight Control und beschreibt die extrem kurze und spielfreie Anlenkung der Rotorebene. Align hat den Trend zur paddellosen Stabilisierung konsequent umgesetzt und bietet den neuen elektrischen T-Rex 700 jetzt als DFC Combo an. Neben der Neuerung in der Anlenkung sind eine Vielzahl von Änderungen in die neue Konstruktion geflossen, im Wesentlichen sind das:

  • neuer FBL-Kopf mit geschraubten DFC-Anlenkungen ohne Taumelscheibenmitnehmer
  • neues Taumelscheibendesign optimiert für DFC
  • neue Anordnung der Taumelscheibenservos mit direkter Anlenkung ohne Umlenkungen
  • 3-fach gelagerte Hauptrotorwelle
  • stabilere Carbon-Composite Seitenteile und geänderte Akkurutsche mit Einschub von vorne
  • überarbeitete, spielfreie Heckanlenkung
  • schrägverzahnter Heckantrieb
  • neuer noch leistungsstärkerer Motor BL750MX
  • elegante, aerodynamischer gestaltete Kabinenhaube in neuer Lackierung
  • Hochvolt Brushless Servos (optional)

Aufbau
Wie bei allen Rexen geht der Aufbau einfach und schnell, die Bauschritte sind bebildert und die Komponenten sind in Baugruppen verpackt und teilweise schon lose vormontiert. Alles passt super zusammen, Nacharbeit ist nirgends notwendig und auch zur Montage bleiben keine Fragen offen. Nur ein kleiner Hinweis: Ich entfette die Gewinde von Schrauben und vor dem Verschrauben mit Bremsenreiniger und sichere alle Schrauben mit Loctite. Die Passgenauigkeit der Bauteile ist hervorragend und das Vibrationsniveau ist durch Elektroantrieb und Schrägverzahnung sehr gering. Dennoch können sich im Laufe des Betriebs Verschraubungen lösen, wenn sie nicht anständig gesichert sind.
Entgegen der Anleitung habe ich die Kugeln des inneren Taumelscheibenrings auf die äußeren Bohrungen geschraubt. Dies bringt etwas höhere zyklische Ausschläge und ein wendigeres Verhalten auf Roll und Nick. Um das Hinterteil vom Heli ein wenig nach oben zu bringen und dem Heli einen sportlichen Touch zu verleihen, habe ich hinten einen Kufenbügel vom 700 Nitro montiert. Manch ein Modellfliegerkollege erklärt diese Maßnahmen mit der höheren Bodenfreiheit des Heckrotors - ich bezweifle hier aber einen spürbaren Effekt - die letzten Heckrotorkontakte hatte ich nicht beim Landen :-)
Elektrik
An der Taumelscheibe verwende ich die neuen HV BL700H und für die Hecksteuerung das HV BL750H aus der Top-Combo. Die neuen Servos sind für den Betrieb an 2S ausgelegt und übertreffen die bisherigen, schon sehr gut funktionierenden Servos noch einmal. Die Servokabel habe ich mit einem Schutzstrumpf überzogen und sauber nach vorne zum HeliCommand gelegt. Diese Maßnahme hat im wesentlichen optische Gründe und stellt sicher, dass die Kabel nicht an den leitenden Carbonteilen aufscheuern und nix an den rotierenden Teilen des Helis streift.
Zur Spannungsversorgung setzte ich erstmalig kein BEC ein, obwohl diese an Komfort nicht zu übertreffen sind. Da man aber momentan von einigen Problemen mit den bekannten BECs in Verbindung mit Hochstromservos hört, habe ich kurzerhand einen 2S 2200mAh 25C Akku von verwendet. Der Gens ace 2S kommt oben auf den Vorbau und wird direkt ohne Schalter mit einem MPX Stecker angesteckt. Vom MPX Stecker geht es redundant mit 2 hochwertigen 0.5mm2 Silikon-Kabel in das HC und den Empfänger.
Die Rigid-Stabilisierung übernimmt ein HeliCommand HC3Xbase. Die Zuverlässigkeit und Präzision dieser FBL-Systeme ist einfach spitze. Das HC kommt auf die Plattform des Vorbaus. Damit passen die Servokabel der Taumelscheibenservos perfekt. Das Heckservokabel wird über eine Verlängerung die dem Kit beiliegt angeschlossen.
Der kleine aber vollwertige robbe/Futaba R6203SB S.BUS Empfänger passt sehr gut in die untere Etage des Vorbaus. Die S.BUS-Technologie benutze ich inzwischen in allen meinen Helis und bin restlos begeistert. Lediglich ein Kabel verbindet den Empfänger mit dem HeliCommand, eine saubere, aufgeräumte Verkabelung wird damit sehr einfach. Als Position des Castle Ice2HV habe ich mich für die stehende Montage am hinteren Ende des Akkuvorbaus entschieden. Dies bietet den Vorteil einer direkten, sehr kurzen Verbindung der 3 Phasen zum Motor. Diesen Vorteil erkauft man sich mit der Notwendigkeit, die Haube zum Akkuwechsel abzunehmen. Da ich aber den 2S Lipo für die Empfangsanlage auch über einen Stecker trenne, muss ich das sowieso machen. Um dem Funkenschlag beim Anstecken zu minimieren, hat der Regler einen Vorwiderstand bekommen. Darüber werden die Bord-Elkos des Reglers sanft geladen bevor die 6mm Goldstecker der Akkus angesteckt werden. Das schont die Goldstecker und meine Nerven :-) Den kleinen Metallring "gewinne" ich aus einem alten Chinch-Stecker. Er wird mittels Schrumpfschlauch gegen das Weibchen des Reglersteckers isolierert und mit dem Widerstand zum Reglerkabel verlötet.
Antriebsstrang
Anfang des Jahres hat unser Verein einen Promotion-Pack mit unterschiedlichen Akkus des neuen Herstellers Gens ace erhalten. Wir konnten uns von der sehr guten Qualität dieser Lipos überzeugen und sind begeistert von der Performance dieser Batterien. Für meinen neuen Rex habe ich 2 12S 30C 5300mAh bekommen. Die Gens ace Powerriegel sind fertig konfektioniert, haben sehr gute Silikonkabel und 2 nach vorne herausgeführte 6S Balancer Anschlüsse mit XH Steckern. Auffallend bei diesen Akkus ist der unglaublich geringe Innenwiderstand von unter 40 mΩ bei einem 12S Akku (!) Erfreulicherweise folgt Gens ace bei der Angabe von C-Werten nicht dem allgemeinen Trend zum übertreiben und zeichnet die Akkus mit realistischen Werten, jedenfalls lässt die Zellen auch eine härtere Gangart nicht nur sprichwörtlich kalt.
Das Drehfeld für den BL 750 MX wird vom Castle Creation Ice 2 HV aus der Combo erzeugt. Der Regler macht seinen Job prima, die Programmierung ist einfach und übersichtlich. Was mir besonders gut gefällt, ist das integrierte Logging des Ice. Dadurch bekomme ich einen guten Eindruck vom Setup und ermöglicht eine optimierte Anpassung der elektrischen und mechanischen Einstellungen meines 700 DFC.
Setup
Ice2HV:
Vehicle Type: Helicopter, Throttle Type: Govener Mode, Set RPM, Initial Spool-Up Rate: Medium, Governer Gain Low(15)
Batterie Pack Voltage: 44.400 Desired Head Speeds: 1800, 2006, 2209
Cutoff Voltage: Auto Li-Po, Auto-Lipo Volts/Cell: 3.2Volt/Cell, Current Limiting: Disabled, Cutoff Type: Soft Cutoff
Motor Start Power: Low, Motor Timing: Low, PWM Rate: 16Khz
Sender:
Ich habe nach den Angaben aus der Castle-Link Software 3 Flugphasen für die Drehzahlen von 1800, 2000 und 2200U/min programmiert. Die Servowege der Taumelscheibe stehen auf 140%, kein Expo, das Heck erhält 30% Expo und einen Servoweg von 119%.
HC3Xbase:
Heckkreisel Servo Wegbegrenzung 98, Voreinstellung Empf. 50%, Delay: 5
Mischer: Servowege für Roll und Nick: 64, Pitch-Weg: 56, was ca. 11° für Pitch und zyklisch ca. 8° ergibt
RIGID: Kopfkreiselempfindlichkeit 50%, Direktsteueranteil: 5, Nick-Filter: 3, Rücknahme Rate 7
Fazit
Obwohl ich mittlerweile schon einige Helis montiert habe, bin ich immer noch fasziniert von der Qualität der Align Produkte. Schon bereits die Verpackung ist perfekt, aber erst recht die Bauteile und Komponenten. Sehr viele Bauteile die bisher aus Plastik oder Carbon waren, sind jetzt als sehr edle CNC-gefräste Aluteile ausgeführt. Was auf den ersten Blick wie "Bling-Bling" erscheinen mag, zeigt sich bei näherer Betrachtung als echten praktischen Vorteil. So erlaubt z.B. die aus Alu gefräste Bodenplatte eine maximale Ausnutzung der Akku-Schachtabmessungen ohne störende Eckverbinder und die neue doppelt gelagerte Schiebehülse bringt eine bislang unerreichte Präzision auf das Heck. Der neue T-Rex 700 E DFC ist ein hervorragender Hubschrauber und stellt in seiner Klasse den Benchmark. Die Konstruktion ist in jedem Detail kompromisslos und in Verbindung mit dem HeliCommand erhält man ein Sportgerät was keine Wünsche an Verbesserungen übrig lässt. Die spielfreie, extrem kurz ausgeführte DFC Anlenkung, die direkte TS-Anlenkung, die Carbon Composite Seitenteile und durchgehende Schrägverzahnung machen den neuen T-Rex700E zu einer sehr steifen, ungewöhnlich leisen und extrem präzise fliegenden 3D-Maschine. Der mitgelieferte Motor der Combo entwickelt eine enorme Leistung und bewegt den Hubschrauber sehr leichtfüßig durch den Himmel. Das HeliCommand HC3Xbase vermittelt auch an diesem Hubschrauber ein sehr präzises Steuergefühl und lässt den Heli auf alle Achsen knackig einrasten. Übrigens kann der Hubschrauber auch mit moderaten Drehzahlen sehr sportlich durch alle 3D-Figuren bewegt werden. Die In den asiatischen Videos oft geflogenen 2200U/min sind nicht nötig aber möglich...

Euer Joshua


Kleiner Nachtrag: Mittlerweile gibt es den T-Rex700 E DFC in einer PRO Version, mehr dazu hier


hier noch ein paar Bilder zum Aufbau (für eine große Darstellung auf die Lupe klicken):

Flugmodell Club FMC Renchtal e.V.